Armagnac and Cognac Talk

wäre auch gern mit 5cl dabei

Bottlekill einer tollen Flasche

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It’s so good. :drooling_face:

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#40 was the best of the evening : cherries, a pinch of orange, caramel, deserts written al over it, … nicely blended alcohol.

if there’s interest in a split, let me know (since it’s 300€, a 90% split)

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@DosenZorn da sind aber ein paar sehr feine Sachen dabei :star_struck:
Kennst du den Marquestau 97er schon?
Würde mich interessieren wie der im Vergleich zum 2001er ist :+1:

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Ich kenne weder den 2001 noch den 97er. Ist generell mein erster Marquestau, soweit ich mich richtig erinnere. Aber ich hatte was über der super holzigen 97er Jahrgang gelesen und dachte mir den hätte ich gerne.

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Die haben auch pro Jahrgang sehr unterschiedliche Fässer, was ich sehr interessant finde. Hatte ja letztes Jahr beim 2. GAF auch das Tasting bei denen und der hat uns viele sehr unterschiedliche Stile gezeigt.

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These do sound rather interesting…

(without water: 18:15, with water: 50:04):
https://www.authentic-spirits.com/produit/cognac/ugni-blanc-grande-champagne-ferme-1719-recolte-2023-high-esters/

(without water: 23:43, with water: 52:51):
https://www.authentic-spirits.com/produit/cognac/cognac-grande-champagne-guillaume-duluc-vsop-full-proof-lot-19/

(without water: 30:51, with water: 56:49):
https://www.authentic-spirits.com/produit/calvados/eau-de-vie-de-cidre-famille-guesdon-2024/

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Laurichesse Standoff

Ich liebe ja den Hommage Fut 301 für seine tolle Balance aus Frucht & Holzwürze, der Malternative ist da eher tropischer Fruchtsalat von höchster Qualität mit einer frischen Mentholnote und super langem Finish das sich noch eine Weile entwickelt. Superb!

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Einen schönen guten Morgen.
Gestern Abend fand das “Armagnac Giganten” Tasting statt geleitet von @Junsas und Nicolas Kröger. Da wir immernoch kein ArmagnacX haben, werde ich hier meine Eindrücke und Bewertung der 6 Armagnacs posten.
Das Ganze war über Wagemut organisiert und dementsprechend war im Chat viel kontroverses Halbwissen unterwegs, welche durch fachfremde Fragen glänzen konnten. Zum Marketing von Kröger kann man seine Meinung haben, auf jeden Fall polarisiert er und zieht auch viele “Ich-trinke-sonst-nur-Whisky-weil-das-ja-alles-so-toll-ist”-Leute an. Passt nicht so ganz zu einer “Masterclass”.
Nunja, das tut dem Stoff im Glas aber nicht weh:

  1. Domaine d’Aurensan 1979
    Sehr leichter, frischer Armagnac mit hintenraus Vanillenoten. Das Alter merkt man ihm kaum an. Würde ich wie einen Rum aus Barbados einstufen. Sehr rund und geschmeidig mit minimalen Röstaromen. Sehr wenig %, aber dennoch volles Mundgefühl. Angenehmer Sipper. 88/100

  2. Janneau 1904
    Unfassbar alter Stoff. Vermutlich in den 70ern abgefüllt. und seitdem in der Flasche auch weiter gereift. Die Nase ist definitiv der Höhepunkt dieser Abfüllung. Unglaublich reichhaltig mit vielen angenehmen Fassaromen. Im Gaumen flacht er leider schnell ab, etwas alkoholische Schärfe und dann trockenes, altes Holz und schon ist er auch vorbei. Abgang bis auf ein kurzes Brennen quasi nicht vorhanden. Kaum Armagnac Noten im Geschmack leider, aber insgesamt hat sich die Abfüllung für das Alter gut gehalten. Eher eine historische Rarität als ein Leckerbissen. 65/100

  3. Rounagle 1967
    Die ersten richtigen Kellernoten, welche dem Alter angemessen präsentiert werden in der Nase. Für 54 Jahre Lagerung erwartet man natürlich auch etwas Reife. Und die bekommt man hier. Der Stoff ist kurz vor der Überlagerung abgefüllt worden. Leichte Rosinen-Noten und die typischen Weinmerkmale. Nach einiger Zeit finde ich ihn dann aber doch wieder überraschand dezent und filigran für so einen alten Armagnac. Gefällt mir gut, wahrscheinlich hätte ich aber auf einen halb so alten Armagnac im Blind Tasting getippt nach etwas Zeit und Ruhe im Glas. 88/100

  4. Grape of the Art Hontambère 1985
    Muss ich in diesem Forum noch etwas über diese Abfüllung schreiben?
    Endlich bekommen wir was mit ordentlich Power und deutlich über 50%. Unglaubliche Mundfülle mit trockenen Rosinen, etwas Tannin. Die Rosinen sind alt und wandern Richtung Dörrobst/getrockneten Datteln. Unglaublich langer und geiler Abgang. Das Zeug wird mit jedem Schluck besser. Gegen Ende hin meine ich Tabak zu schmecken wie bei alten Demeraras. 93/100

  5. L’Encatada Pibous 1996
    Auch hier bewegen wir uns unter Rumtrinkern in gewohntem Terrain. Sofort bei der ersten Nase kommen Caroni-Assoziationen auf. Das Ding geht Richtung Teer, etwas dreckiger Süße. Ist unglaublich schwer. In diesem Tasting sicherlich der schwerste Armagnac. Braucht Zeit im Glas um sich zu entfalten. Definitiv kein Einsteiger-Armagnac. Der Alkohol ist spürbar und fordert heraus. Mich holt es (erwartbar) voll ab, ich kenn das Zeug auch von vielen Malen davor im Glas. Sehr interessante und eigenständige Stilistik und nicht dieses weichgespülte Rosinen-Allerlei. 90/100

  6. Domaine Séailles 1979
    Das Tasting endet mit einem interessanten Einzelgänger. Der ist wirklich völlig anders als alle Armagnacs, die ich bisher kenne. Im Geruch kommen direkt sehr muffige, vergorene Noten hoch. Eher Richtung Apfel oder Birne. Ich hätte hier blind sogar auf einen der neuen, fancy, uralten Calvadosse tippen können. Man riecht den feuchten Keller mit viel gut gealtertem Wein heraus. Im Mund setzt der vergorene Stil weiter voll durch. Ganz eigenständiges und schwer zu beschreibenes Profil. Aber geil. Hefenoten, gereifter Weißwein. Meine näheste Assoziation wäre ein sehr guter, sehr alter Blanc de Noir Wein auf 50%. Hat für den Alkohol und den funky Stil aber auch keine Ecken und Kanten und auch der Alkohol kommt sehr zahm daher. Mir gefällt er super, was aber auch zum Teil am PLV liegt. 125€ für einen 43 Jahre alten Stoff auf Fassstärke… Tolle Abfüllung, insgesamt fand ich die anderen Armagnacs aber stärker. 87/100

Insgesamt waren wir auf sehr hohem Niveau unterwegs, auch wenn ich noch andere Abfüllungen mir gewünscht hätte.

Wer bis hierhin gelesen hat bekommt dann auch noch den Teaser zur Messeabfüllung von Grape of the Art für das 3. German Armagnac Festival in Stuttgart: Domaine Marquestau 1998 - Messepreis soll bei unter 100€ liegen. Das Zeug kam letztes Jahr super an und auch hier haben wir ja schon etwas über die Domaine geschrieben. Ich bin mir sicher da kommt wieder ein Knaller!

Bis dann!

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Danke für deine Eindrücke Leo - schön, dass du dabei warst! Und ja, der Marquestau wird super lecker :slight_smile:

Die Community von Nicolas zieht natürlich auch viele “Normalos” an, die nicht so viel Fachwissen haben wie die meisten hier im Forum. Fand es aber gerade dadurch sehr spannend, weil viele neue Personen erreicht wurden, die ich alleine erstmal nicht erreichen würde um sie von Armagnac zu überzeugen. Man muss auch bedenken, dass durch die Wagemut Community sehr viele Leute viel neues Wissen erhalten. Man mag ja über Nicolas denken was man möchte, aber da passiert sehr gute Aufklärungsarbeit :slight_smile:

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Ich finde seine Arbeit auch sehr gut, die Produkte sprechen mich meist nur nicht an, da andere Zielgruppe. Ich fand nur die Bezeichnung als “Giganten”-Tasting dann etwas misslich. Vermutlich habe ich da mehr mit einer nerdigen Masterclass gerechnet.

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Danke für den schönen Bericht :slight_smile:

Finde den Beitrag von Nicolas für die Community in Summe auch sehr positiv, auch wenn seine Zielgruppe vielleicht eine andere ist. Aber er schlägt eine tolle Brücke zwischen den unbedarften Neulingen und legt eine gute Grundlage an Wissen. Dazu hilft seine lockere (wenn auch leicht anstrengende) Art dabei das angestaubte Image von Spirituosen für eine neue Generation zu öffnen :+1:

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Ja Moin, ich oute mich mal als ein solcher Neuling. Es ist schon wie hier beschrieben. Beim Rum komme ich gerade von dem süßem Zeug runter, verstehe allerdings noch nicht die Begeisterung für High Ester. Und ohne ihn wäre ich nicht oder sehr viel später auf Armagnac und Sascha gestoßen oder auch Rob und The Sins Reihe.
Ich bringe null Wissen mit, weis auch nicht wie weit ich rein möchte, aber mit Alkohol hatte ich eigentlich lange nichts mehr vor. Früher zum betrinken und nun, ja, da gibt es offenbar viel zu erleben oder besser schmecken.

Und bis auf seine sehr auf Marketing ausgelegte Art und Weise ist das ein für mich sympathischer Typ und diesem unternehmerischen Denken bedarf es wohl um an, wie Sascha schon sagte, neue Kunden ran zu kommen, weil Gesellschaftlich Alkohol allmählich einen mehr und mehr negativen Ruf nachgesagt bekommt.

BG Nico

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Danke für den guten Bericht … leider passt es zeitlich bei mir nicht mit dem GAF. Bin dann ja schon richtig Norwegen unterwegs. Der Marquestau hätte mich auch interessiert. Habe da schon einige Abfüllungen von zu Hause

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Willkommen im Forum :innocent:

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Willkommen in unserem verrückten RumX Universum!

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Special Release vom 1. GAF, immer noch geil :smiling_face_with_three_hearts:

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Nach dem Pibous muss es schon extra dreckig & holzig weiter gehen :grimacing:

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